Weihnachtslied

„Jetzt singen wir aber alle noch ein Weihnachtslied.“
„Nein, nein, ich will jetzt auspacken.“
„Lass den Jungen halt.“
„Ein Lied wenigstens.“
„Sing der Mama eben ein Lied.“
„Copkiller.“
„Was?“
„Das ist über einen Polizistenmörder. Rap halt.“
„Ein Weihnachtslied.“
„Schöner die Nadeln nie klingen.“
„Glocken.“
„Lass den Jungen jetzt auspacken.“
„Soll ich nicht singen?“
„Pack aus!“
„Ich würd jetzt schon gern singen.“
„Hier wird nicht gesungen.“
„Mama?“
„Hör auf den Papa.“
„Und wenn ich was von Dr. Dre …“
„Wem?“
„Dr. Dre.“
„Jetzt singen schon die Akademiker.“
„Papa …“
„Gib her, ich pack jetzt für dich aus.“

The Truth about Moses

– Grüß dich, Moses.

– Der liebe Gott, sieh da, was machst du denn so?

– Ich gott halt so vor mich hin.

– Und was willst du?

– Ich hab eine Vision für dich.

– Eine Vision?

– Ja, die lag hier noch rum.

– Für die kann ich mir auch nichts kaufen.

– Du sollst die Israeliten befreien.

– Nix da, ich hab heute gar keine Zeit. Und jetzt schleich dich.

Aus „The Truth about Moses“

sargnotizen

  1. wäre es nicht viel angebrachter, die leute so zur letzten ruhe zu betten, wie sie ihr leben lang geschlafen haben. (arm angewinkelt, hand unter dem kopf z.b.).

2. man putzt und putzt die zähne, obwohl sie am ende dann doch verrotten.

3. öffentlich aufgebahrte tote sollten eine rote clownsnase tragen, um ihnen den schrecken zu nehmen und anzuzeigen, dass es ihnen fast gut geht.

4. der sarg und der/die tote sollten auch irgendwie spaß machen. daher rate ich zu trauergimmicks, wie z.B. furzkissen auf den stühlen in der trauerhalle oder einer wasserspritzenden blume am hemd des toten. das erhöht enorm den funfaktor bei der trauerfeier.

Die Belohnung

„Und?“
„Was?“
„Sind wir im Paradies?“
„Ja, was weiß denn ich.“
„IHR SEID IN DER HÖLLE.“
„Wer war das?“
„Da hat einer gesagt, wir wären in der Hölle.“
„In der Hölle? Unsinn! Die haben uns versprochen, wir kämen ins Paradies. In der Hölle, das kann gar nicht sein.“
„IHR WERDET UNSÄGLICHE PEIN ERLEIDEN.“
„Was hat er gesagt?“
„Wir würden unsägliche Pein erleiden.“
„Ich will jetzt meine 72 Jungfrauen.“
„EIN ÜBERSETZUNGSFEHLER.“
„Was?“
„Übersetzungsfehler.“
„IHR BEKOMMT 72 WEINTRAUBEN.“
„Was?“
„72 Weintrauben.“
„Was will ich denn mit 72 Weintrauben?“
„ESSEN UND EWIGWÄHRENDEN DURCHFALL ERLEIDEN.“
„Was?“
„Ewigwährender Durchfall.“
„Jetzt hab ich aber die Schnauze voll. Wozu hab ich mich den in die Luft gesprengt?“
„WEIL DU EIN WICHSER BIST.“
„Was hat er gesagt?“
„Du bist ein Wichser.“
„Eben. Und darum will ich jetzt auch meine 72 Jungfrauen, damit das mal ein Ende hat.“

Besorgte Bürger

– Die Flüchtlinge, das kann nicht gutgehen.
– Niemals.
– Drüben in der Leopoldstraße haben sie im Supermarkt gestohlen.
– Das ist ja noch gar nix. Ich hab gehört, dass sie in der Mozartstraße ein Wohnhaus gestohlen haben.
– Ein ganzes Wohnhaus? Ein Wohnhaus, da kann ich nur lachen. In unserem Stadtteil haben sie einen ganzen Straßenzug verschwinden lassen.
– Nein?
– Doch, wenn ich’s sag.
– So eine Sauerei.
– Aber das ist noch gar nix. Ich hab von welchen gehört, die Süddeutschland geklaut haben.
– Ganz Süddeutschland?
– Wenn ich’s sag.
– Davon steht wieder nix in der Presse.
– Kein Wort.
– Außerdem haben die meisten drei Augen.
– Drei Augen? Das ist gar nix. Ich hab gehört, dass sie siebzehn Augen haben.
– Siebzehn? Wahnsinn.
– Manche haben ihre Augen auch zurücklassen müssen, die sollen dann nachziehen.
– Augennachzug?
– Wenn ich’s sag.
– Und die Presse?
– Verschweigt es.
– Wahnsinn.

Die Fadfinder

Die Fadfinder waren stundenlang gelaufen, als sie plötzlich eine Stelle entdeckten, die so fad war, dass die ersten sofort gähnten.
„Mann, ist das fad hier“, sagte Silvia.
„Superfad“, stimmte ihr Silvio zu und sackte zu Boden.
„Hier können wir bleiben, bis uns der letzte Rest Hirn verkümmert ist“, sagte Silvia.
„Was?“, krächzte Silvio und schlief ein.

Aus „Die Abenteuer der Fadfinder im Kummerland“ aus der Reihe „Depressives für Kinder ab 4 zum Vorlesen“