Ein Stück Butter

„Du inszenierst ein Stück?“
„Butter.“
„Was?“
„Es handelt von Butter. Deshalb hat der Autor es auch ‚Ein Stück Butter‘ genannt.“
„Butter?“
„Ein Stück.“
„Und was passiert mit der Butter?“
„Sie schmilzt.“
„Und dann?“
„Ist es kein Stück mehr. Das Stück hat sich aufgelöst.“
„Das Stück löst sich auf?“
„Es wird flüssig.“
„Die Butter?“
„Das Stück.“
„Über die Butter?“
„Nein, das Stück wird nicht flüssig. Es endet. Wenn die Butter weg ist, gibt es kein Stück mehr.“
„Dialoge?“
„Reichlich.“
„Und über was sprechen die Schauspieler?“
„Über das Stück.“
„Ein Metastück also?“
„Nein, einfach nur ein Stück Butter.“
„Und die Schauspieler sprechen über das Stück Butter?“
„Darüber, dass es bald kein Stück mehr ist.“
„Ah, es geht um die Vergänglichkeit.“
„Eher um das Dahinschmelzen.“
„Also um die Liebe? Jemand schmilzt dahin.“
„Nicht jemand. Die Butter.“

Aus „Ein Stück Butter“

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