Über Schreibwerkzeuge

Ich schreibe grundsätzlich mit einem Pelikanfüller. Das ist das Schreibgerät meiner Kinder- und Jugendzeit. Neben mir liegt der Tintenkiller, um Fehler, die mir sofort ins Auge springen, auszumerzen. Mit einem Füller erarbeitet man sich noch den einzelnen Buchstaben. Ich schreibe ja auch in Schönschrift. Nach dem ersten Korrekturlesen übertrage ich alles mit einer alten Schreibmaschine, bei der die Typenhebel ständig hängen. Da spürt man die Buchstaben noch mal. Wenn das vollbracht ist, überarbeite ich den Roman, um ihn anschließend mit Kreide auf eine Tafel zu übertragen. So spürt man alles noch mehr. Ich schreibe einen Satz, überarbeite ihn, übertrage ihn wieder mit meinem Pelikan in ein neues Heft, wische die Tafel, damit ich den nächsten Satz schreiben kann. Im Grunde ist das eine völlig bescheuerte Scheißarbeit, aber in Interviews macht sich das gut. Zumindest hoffe ich das.

matussek

Ein Gedanke zu “Über Schreibwerkzeuge

  1. Sehen Sie, wir sind uns gar nicht so unähnlich. Wird auch von mir gerne praktiziert, wobei ich feststellen musste, wie raub sich jeder einzelne Buchstaben anfühlt. Die Lösung, die ich fand, eine Salbe aus Rosenblüten. Sollten Sie versuchen. Ist zwar am Ende ein ziemliches Geschmiere, doch sehr geschmeidige Buchstaben.

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