Feldbibliothekar Nudelhuber

Der Soldat wollte gerade anlegen, da erschien neben ihm die Gestalt des Feldbibliothekars Alfred Nudelhuber.
„Was wollen Sie, Nudelhuber?“
„Ich hätte hier eine wunderbare Ausgabe von Goethes Gedichten.“
„Sie sehen doch, dass wir uns mitten in einem Gefecht befinden.“
„Die Gedichte könnten Ihnen eine kommende Waffenruhe versüßen.“
Eine Kugel streifte des Soldaten Schulter. „Ich bin getroffen“, ächzte er und fiel nach hinten in den Schlamm.
„Vielleicht jetzt?“, fragte Nudelhuber, der sich über ihn beugte. „Ich müsste Ihnen allerdings einen Leihausweis ausstellen, sollten Sie über einen solchen noch nicht verfügen.“

Aus „Feldbibliothekar Nudelhuber“, Roman, vergriffen

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