Die kalten Finger des Herrn Tod

„Kaum hatte ich mich damit arrangiert, dass wir künftig zu dritt auf dem Karren leben würden, fand ich eines Morgens einen Zettel von Nadja. Sie schrieb: Lieber Dimitri, die Zeiten waren hart, aber du nicht, deshalb bin ich mit dem Gevatter Tod auf und davon. Er will mir so viel zeigen, auch wenn er beruflich stark eingebunden ist. Ich bin jetzt auch tot. Das erleichtert unser Zusammenleben. Tot ist wunderschön. Ich kann dir diesen Zustand nur empfehlen. Du frierst nicht mehr, lachst nicht mehr. Du musst auch keine Wäsche mehr aufhängen. Wenn ich länger darüber nachdenken, muss ich feststellen, dass du wohl schon seit deiner Geburt tot bist. Lustig, was? Lass dich von Arkadi durchs Leben tragen. Gehabt euch wohl. Deine Nadja.“

Aus „Die kalten Finger des Herrn Tod“, Tagebücher des Dimitri Verscenko

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s