Möwenberg – Schicksalsjahre eines Philosophen

Möwenberg begann bereits in frühster Kindheit, sich mit Fragen der Philosophie auseinanderzusetzen. Woher komme ich? Seine Eltern, die ihn durch ein Guckloch beobachteten, konnten die Frage geradezu im Raum aufglimmen sehen. Die Hellseherin Gertrude W. hatte also recht gehabt, als sie, wenn auch betrunken, behauptet hatte: „Dös wieeed wahs mieht döhm!“ Möwenberg ließ die Bauklötze fallen und tastete mit seinen Kleinkinderaugen die Wände ab, bis sie sich an etwas verhakten, was nach einer Tür aussah, auch wenn er das Wort noch nicht aussprechen konnte. Und doch spürte er, dass er von dort kam. Woher komme ich? Von der Tür. Im Kopf notierte sich Möwenberg die ersten Sätze seiner dereinst bahnbrechenden Philosophie. Die Wimpern der Eltern klatschten derweil Beifall.

„Möwenberg – Schicksalsjahre eines Philosophen“, Biografischer Roman, vergriffen

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