Pflaumenbaums Abschied IV

Pflaumenbaum war sich nicht zu schade, eine Frau anzusprechen. Allein, er konnte sich nicht für die richtigen Worte entscheiden. Sollte er sich hüstelnd ins Geschehen einbringen? Sollte er unvermittelt über den Zustand des Wetters palavern? Keine Geste, kein Satz schien ihm angemessen. Und so muss es nicht weiter verwundern, dass er seine Frau zum ersten Mal ansprach, da waren sie bereits über ein Jahr verheiratet. Selbst das in der Kirche abverlange JA hatte er sich in Form eines angedeuteten Kopfnickens, das man auch als NEIN hätte deuten können, abgerungen.

Aus „Pflaumenbaums Abschied“, Roman, vergriffen

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