Robert Louis Stevenson

Robert Louis Stevenson. Ich kann mich noch gut an ihn erinnern. An unsere gemeinsamen Jahre auf Hawaii. Nackt wie Adam und Eva sprangen wir über den Strand. Bobby malte zu der Zeit an seinem berühmten Gemälde „Die zehn biblischen Plantagen“. Sein Pinsel wedelte im Wind. Die Eingeborenen baten uns, sie aus der Erde zu buddeln. So eingeboren, das wäre doch nichts. Wir ließen sie. „Natur ist so natürlich“, sagte Bobby oft. Abends saßen wir im Licht des Mondes. Wir sprachen über Seeräuber. Warum entführten Menschen einen ganzen See? Es wollte sich uns nicht erschließen. O du wunderbare Zeit, die du niemals wiederkehren wirst.

stevenson

(Bild: Archi W. Bechlenberg)

Zuweilen war Bobby ein seltsamer Vogel. Manchmal verlangte er, ich solle einen Wolf nachahmen. Ich setzte mich zu seinen Füßen und heulte. Laut und durchdringend. Die Fensterscheiben erzitterten. Hausmädchen flohen. Ich schnüffelte alles ab. Markierte mein Revier. So mancher Auftritt endete in unserer Flucht.

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