Freitag

Schnee ist gefallen. Tonnenweise. Alles ist ganz weiß. So überaus weiß. Ich halte diese Weisheit nicht aus. Sie macht mich ganz kirre im Kopf. Ich würde am liebsten hinaus, um das Weiß anzumalen. Rot und grün. Orange. Das ist eine Farbe. Aber Weiß? Weiß ist die Abwesenheit, die Reinheit, die Jungfräulichkeit, die geschändet werden muss. Rasch ein paar Tassen Kaffee und dann raus in die Wildnis. Mit dem Gewehr auf Waschbeckenjagd. Die sollen wieder unterwegs sein. Eisverkäufer und Waschbecken. Ich werde den Wald durchstreifen, werde die Süße von Süßigkeiten im Mund haben, denn nie gehe ich auf die Jagd, ohne zuvor mein Leckermäulchen versorgt zu haben. Leise stapfe ich durch den frisch gefallenen Schnee, ich wühle seine Oberfläche auf, hinterlasse meine Fußspuren darin, um die eine oder andere Spur eines Waschbeckens aufzufinden. Waschbecken sind hinterhältig und gemein. Überfallen sie dich in der Nacht, stülpen sie ihr Becken über deinen Kopf und waschen dich, bis du tot umfällst. Noch schlimmer sind die Eisverkäufer. Sie laden dich zu Erdbeer- oder Schokoeis ein, und ehe du dich versiehst, liegst du mit Magenschmerzen in ihren Eisfächern.

Oh, meine lieben Freunde, wo immer ihr heute Morgen sein werdet, achtet auf euch.

Guten Morgen, Welt!

Waschbecken

Es war einmal
ein Waschbecken,
das wuchs ohne Hahn auf,
sodass es jeden Morgen
verschlief.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s