Dienstag II

Wie man aus berufenem Mund weiß, schreibe ich seit Jahren nichts anderes als Weihnachtsgeschichten. Trottelige, kleine Erzählungen, in denen der Weihnachtsmann als Mann mit hängendem Sack beschrieben wird, der es auf Kinder abgesehen hat. Es will nichts anderes aus meiner Feder fließen, als eben diese Weihnachtstexte, die ich auch in meinen Romanen verarbeitet habe. So schildere ich in meinem romantischen Weihnachtsroman „Blutschneise“ die Fahrt des Weihnachtsmanns Bertram durch das abendliche München. Palavernd sitzt er in seinem Schlitten, gezogen von dreißig Katzen, von der eine nach der anderen stirbt. Tod durch Überlastung. Ein Aufschrei ging seinerzeit durch das deutschsprachige Feuilleton in Kapstadt, bestehend aus zwei Kritikern, die ich hier nicht mehr erwähnen möchte. Ich überließ mich in „Blutschneise“ ganz dem Bewusstseinsstrom meines Protagonisten, der, von Werbebotschaften heimgesucht, sich plötzlich in einem Karussell wiederfindet. Schließlich entscheidet Bertram sich für den Gang nach Canossa. Ende des Epos.

Guten Abend, Welt!

 

Blutschneise._

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