Montag

Ich kann mir gut vorstellen, fortan nur noch Gedichte zu schreiben. Der Erfolg meines bahnbrechenden Poems „Depressives Adventsgedicht“ unterstützt mich in meiner Absicht, dem erzählenden Literaturmarkt den Rücken zu kehren. Ich habe eh viel zu viel verdient, mehr als ein Mensch in einem Leben ausgeben kann. Der Besitz des Geldes belastet mich zwar nicht, aber es könnte sich negativ auswirken, wenn die Geldhaufen weiter anwachsen. Stehen mir die Moneten erst bis zum Hals, kann es rasch eng werden. Ich bin bereits den ganzen Tag mit einer Schneeschaufel unterwegs, um umzuschichten. Der Krimimarkt ist der richtige Ort, um Geld zu verdienen. Inzwischen scheint es bereits mehr Krimis als Leser zu geben. Das könnte sich zu einem Problem entwickeln. Es gibt Universitäten, die davon ausgehen, dass der Krimimarkt in einigen Jahren so überfressen sein wird, dass es zu den ersten Opfer kommt. Lesern, die so überfüttert sein werden, dass sie zu Liebesromanen greifen.

Realistischer Einschub: Ein Fliege, dick im Aussehen, schwirrt im Zimmer umher. Sie segelt direkt bis unter meine Schreibtischnachttischlampe. Dort landet sie und starrt mich an. Was führt sie im Schilde? Die Fliegenplatsche ist längst verstaut. Niemand hier rechnete mit einem solchen Angriff. Was soll ich tun? Übersah sie, damit sie sich in Sicherheit wiegt.

Guten Morgen, Welt!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s