Sonntag

Sonntag. Es wird zu einer großen Feier in der Autoren-Villa kommen, einer, die das Land so noch nicht gesehen hat. Seit der letzten Woche haben wir geräumt, unentwegt wurden Äste und Bonbonpapiere verteilt, damit sich die Gäste wohlfühlen werden. Was wir feiern? Es ist der siebenunddreißigste Geburtstag meiner Tochter Fenchel (Name geändert), die, so hat es sie es uns mitgeteilt, schriftlich und in dreifacher Ausfertigung, mit dem gewagten Gedanken spielt, in ein bis sieben Jahren das Haus zu verlassen.

In wenigen Stunden werden die ersten Gratulanten eintreffen, sie werden Fenchel (Name geändert) die Hand schütteln, auf die Hand starrend, von der nichts fällt, kein Apfel, keine Hautschuppe, nichts.

Und schon werden wir essen, werden wir trinken, bis wir uns die Bäuche halten, gegenseitig, so lange, bis sie, wieder flach, in den nächstgelegenen Alltag getragen werden können.

Guten Morgen, Welt!

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