Dienstag III

Früher habe ich mir keinen Kühlschrank gewünscht. Da war ich ein Kind und hatte keinen Sinn für solchen Unfug. Heute, da ich mich als stolzer Besitzer eines solchen fühlen soll, treiben mich die Sorgen um sein Überleben um. Ein toter Kühlschrank nutzt keinem Stück Butter mehr etwas. Unser Kühlschrank, Gott hab ihn selig, ist von uns gegangen. Still und heimlich. Jetzt haben wir den aus dem Keller holen müssen. So weit ist es schon mit mir gekommen, dass ich bereits Ersatzkühlschränke im Keller halte. Wenn mich meine Freunde aus Cowboyzeiten sehen würden, ich müsste im Boden versinken. Statt Planwagen abzufackeln, trage ich jetzt Ersatzkühlschränke durch das Treppenhaus. Ich lehne mich beim Tragen mit der Wange an seine Tür, dass man eine gewisse Zuneigung darin entdecken könnte. Die Begierde hat eindeutig einen Schaden genommen. Zeit, meine alten Colts vom Dachboden zu holen.

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