Montag II

Der Kühlschrank ist defekt. Und jetzt? Wohin mit all meinen An- und Aufzügen, meinen Hüten, Hütten, Schuhen? Unterbrach eigens die Arbeit an meiner „Hymne an einen Eispickel“, um mich der Aufwischarbeiten betrachtend anzunehmen. Wie sie putzten, die Putzer. Formidabel. Feuerte sie mit einem kleinen Brand an, den wir anschließend nicht in den Griff bekamen. Zu heiß. Auch für den Hund. Hot Dog. Dachte an Bradbury und seinen Feuerwehrmann Montag. Wie passend.

Um mich zu beruhigen, notierte ich Zahlen, ganze Kolonnen von ihnen, die sich Richtung Grenze vorarbeiteten. Sie dürften gegen Abend ankommen.

Das Problem mit dem Kühlschrank konnte nicht gelöst werden. Getaute Jacken kann ich nicht tragen. Sie nässen. Man fühlt sich klamm, am Ende beklommen. Wir räumten das Geld aus der Kühltruhe, um sie dort zu verstauen. Vorerst.

Indes ist der Winter eingebrochen. Keine nennenswerte Verluste. Eine Halskette. Vielleicht. Hocke in einem Bärenfell am Rechner und tippe meine Tagebuchaufzeichnungen. Nachweltversorgungsengpässe sind tunlichst zu vermeiden. In der Küche Frau und Kind, die damit beschäftigt sind, Salatblätter zu lesen. Die Langeweile in den Gesichtern kündet von einer lahmen Story. Der ganz normale Wahnsinn im Hause Rohm.

Guten Abend, Welt!

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