Donnerstag

Literatur ist eine Schmutzarbeit. Den ganzen Tag habe ich unter Tage gearbeitet. Du musst so schreiben, als könntest du auf eine Goldader stoßen, bis du feststellst, eines fernen Tages, dass du nur Dreck nach oben schleppst. Du kriechst zu deiner Familie an den Tisch, die dich nicht erkennt. Die denken, ein Fremder hätte sich verirrt, aber den nehmen sie gerne. Sie bedienen dich mit einem Lächeln, sodass dir ihre Gesichter zum ersten Mal so fremd erscheinen, dass du sie entdeckst. Ein fremdes Gesicht ist ja immer eine Wohltat für den ausgetretenen Blick. So viele Bilder sind schon über deinen Blick gelaufen, dass du ihn ausklopfen müsstest, um wieder klar sehen zu können.

Und morgen werde ich wieder mit dem Aufzug nach unten fahren, ich werde einfahren, wie ein Verbrecher, der ich bin, der sich am Berg versucht, der ihn aufbrechen will, um auf Glanz zu stoßen. In der Tiefe findet sich nichts.

Glanz findet man liegend auf der Wiese, über sich die Sonne.

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