Samstag

Ich tue mich heute etwas schwer mit dem Schreiben. Es will mir (bzw. meiner Frau) nicht so recht von der Hand gehen. Dies ist bereits der dritte Versuch, einen Beitrag für mein Blog zu finden, der vor mir und meinem inneren Leser bestehen kann. Der innere Leser ist äußerst kritisch. Er trägt eine Fliege, die er sich unlängst fing. Nun hängt sie an seinem Hemd, direkt über dem obersten Knopf, zappelnd und summend, wurde sie doch dort mit einer Nadel justiert, um sie so an ihrem eigentlichen Begehr, dem Herumfliegen, zu hindern. Ist ihr Summen als Schreien zu deuten, als ein nach außen getragenes Jammern über den Verlust, den baldigen, des eigenen Lebens? Sicher nicht! Stolz wird sie zugrunde gehen, die kleine Fliege. Aber sie wird wissen, und wenn nicht wissen, so doch ahnen, dass sie ihr Leben für die wichtige Arbeit des inneren Lesers hingab, der dafür zuständig ist, zu beurteilen, was Bestand haben soll. Und um ihr und ihrem Opfer Tribut zu zollen, soll dieser Artikel verbleiben. Genehmigt und bestätigt durch den inneren Leser.    

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