Freitag II

Meine Frau ist krank. Was lässt sie sich auch mit einem Virus ein. Nun liegt sie darnieder. Niemand da, der die Hausarbeit erledigt. Vorwürfe mache ich ihr keine. Bin ja kein Unmensch. Packte das Geschirr in ein Tuch und trug es ihr in einem Bottich mit Seifenlauge ans Bett. Sie soll sich nicht langweilen, die Arme.

„Da“, sagte ich mit betont lässiger Stimme.

Schweiß stand ihr auf der Stirn.

„Dass du mir aber nicht das ganze Bett volltropfst“, sagte ich.

Ich bin schon eine arme Autorensau. Demnächst verlangt noch jemand, dass ich meine Texte selber schreibe. Der Anfang vom Ende.

„Wenn du mit dem Abwasch fertig bist“, sagte ich zu meiner Frau, „kannst du noch ein paar Seiten von meinem neuen Roman schreiben.“

Keine Antwort. Stattdessen ein Hustenanfall, wohl um von der Tatsache, an einer Schreibblockade zu leiden, abzulenken. So leicht kommt sie mir nicht davon.

Muss jetzt erst mal mit Muitzinmann, unserem Dobermanndackel, eine Runde ums Haus drehen.

Guten Abend, Welt!

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