Dienstag II

Die Regentropfen schießen mit einem unbedingten Willen zur Erde hinab, dass man um Haus und Hof fürchten muss. Ein Belagerungszustand. Man kann sich die himmlischen Herrscharen regelrecht vorstellen, die auf dunklen Wolken sitzen und mit ihren Wasserpistolen auf uns zielen. Da wird geballert, was das Zeug hält. Keine Gnade für Erdenbürger, im Speziellen für die in Fulda ansässigen. Die Rache Gottes, mit dem einmal zu viel Schindluder getrieben wurde. Er schreitet seine Armeen ab, ganz bestimmt, vielleicht sogar in diesem Moment. Ein eitler Geck, ein General Custer, der sich den Bart nach oben zwirbelt, der die Enden Richtung Unendlichkeit zieht. „Feuert, meine Engel!“, fordert er seine Gotteskrieger auf. (Das Wort Gotteskrieger vor der Veröffentlichung löschen, um die NSA nicht noch nervöser zu machen.)

Zur Linken steht mein allzeit bereiter Kaffee. Hocherhobenen Kaffeehauptes salutiert er meinen Bemühungen, die Buchstaben in der richtigen Reihenfolge zu treffen.

Das Dachfenster des Villenobergeschosses hält stand, haben wir es doch aus einem Material fertigen lassen, das Regen abhalten soll. Glas. Die Technik ist vorangeschritten. Es scheint kein Halten mehr für die Menschheit zu geben.

Guten Abend, Welt!

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