Freitag II

Was ist das? Eine gewaltige Hitze, mit der ich so nun gar nicht gerechnet habe. Wo ist mein Regen? Das kühle Nass! So eine Hitze hält niemand aus. Dafür ist der Mensch nicht gemacht. Der ist für eine angenehme Temperatur geschaffen worden. 25°! Allerhöchstens. Alles andere ist Menschenquälerei. (Kann man das Wetter eigentlich verklagen?) Wie soll ich da arbeiten? Ich zerlaufe ja förmlich. Ich fühle mich wie ein Stück Butter, das in den Hausschuhen eines Riesen liegt, mit seinen Füßen drin natürlich. Er läuft. Er bricht mir das Buttergenick. Mein Butterkopf schmerzt.

Meine Frau scheint es nicht zu stören. Sie sitzt auf der Terrasse und beäugt mich. Mit den Augen, die so allerhand anstellen können, bin ich mit ihnen alleine im Bett. Sie fragt, ob ich am neuen Buch arbeite. Tagebuch ist verboten. Freilich schreibe ich an dem Scheißding, antworte ich und mache rasch einen Buckel. Immer buckeln. Ich sehe schon wie der leibhafte Glöckner von Notre Dame aus. Ich bekomme den Buckel gar nicht mehr gerade. Das heißt, ich muss wieder auf die Streckbank. Da freut sich mein Kerkermeister Igor! Sein Lachen dröhnt zu mir hinauf. Der Ungeduldige will mir an Leib und Leben!

Wie auch immer, ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend.

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