Mittwoch II

Ich schreibe, wie Sie vielleicht wissen. Um nicht immer dasselbe zu schreiben, schreibe ich in verschiedene Richtungen. Heute z.B. schrieb ich meinen Verlag an, einfach so, um mal zu hören, was da so los ist, und ob sie mein neues Manuskript „Groklk“ schon gelesen haben. Man schrieb mir zurück, dass es ein gewagtes Stück Literatur sei. Gewagt? Dass ich nicht lache! Immer die gleiche Scheiße mag doch niemand lesen. Also habe ich einen Roman geschrieben, in dem die Buchstaben wild durcheinander gewürfelt wurden. Das liest sich dann so: Hflöop glülsrt, hwrta – hajtfa Hjkkl Rtttlö – diednb hdbb!

Das eröffnet dem Leser ganz neue Spielräume, es kann zu Gedankenexperimenten kommen. Wie mir ein beteiligter Arzt versicherte, kann ein solcher Text bei dafür empfänglichen Personen sogar Schizophrenie auslösen. Ein Text, der also direkt ins Leben eingreift. Und glauben Sie mir, die 700 Seiten lesen sich weg wie nix. Man wird sich nicht mehr davon lösen, geschweige denn erholen können. Endlich bin ich einmal in die Vollen gegangen, keine Rücksichtnahmen, wie noch bei meinem Megabestseller „Untat“, der momentan übrigens in die 47. Auflage geht.

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3 Gedanken zu “Mittwoch II

    1. Eine Horde von 20 Ziegen wird dir deine mit Salz beriebenen Füße ablecken müssen – als subtile Foltermethode – bis du die Wahrheit ausspuckst…

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