Samstag II

Wirrwarr in der Villa. Die Frau, die behauptet, sie sei meine Frau, kämpft sich mit den Einkäufen die siebzehn Stockwerke nach oben in den Küchenbereich. Da soll man in Ruhe denken und schreiben können. Geht nicht! Dann noch der andauernde Regen, der meinen Kopf aushöhlt.

Tochter Nummer 44 ruft an, weil sie nicht mit ihrem Handy telefonieren kann. Festnetz, sagt sie, wäre uncool, geradezu erniedrigend. Das dürfe niemand mitbekommen, sonst sei sie bei ihren Klassenkameradinnen unten durch. Versprach, nichts davon in meinem Tagebuch zu erwähnen.

Hinter meinem Rücken kreischt sich derweil der Vogel, der uns vor vier Jahren von einem dankbaren Leser überreicht wurde („Sie haben einen Vogel, den ich eingefangen habe, um Ihnen das Vieh hier und heute zu überreichen.“), seine verruchte Seele aus dem kleinen Leib.

So kann und will ich nicht arbeiten!

Guten Morgen, Welt!

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