Ja, ja, ja, ja, die Verwirrung, die die UNTAT zu stiften weiß, scheint größer und größer zu werden, sie durchströmt das Netz, punktiert es und wird, daran glaube ich inzwischen, das Internet über kurz oder lang kollabieren lassen. Von einem polarisierenden Text ist die Rede, von einem Autor, der es in die Liga eines Sebastian Fitzek schaffen könnte (wollen die Beleidigungen denn kein Ende mehr nehmen?). Derweil liege ich, mein Roman hat die Bestsellerlisten von Krypton gestürmt und sich auf den ersten Platz abgesetzt, ermattet darnieder, geschüttelt vom Feuer einer grippalen Erfahrung, die ich mir gerne erspart hätte.
Ich habe mir geschworen, alle Recherchen im Netz zu meinem kleinen Meisterwerk zu unterlassen, kann aber den Finger, den kleinen dreisten Schreibfinger, den andere, unbedarfte Seelen, als meinen Zeigefinger definieren würden, nicht von der Tastatur (die neben Bergen aus Medikamenten liegt, um mich anzulachen, gar zu verspotten) lassen, um auf diese Weise unentwegt die Suchmaschine mit meinem Namen zu füttern. Es geht mir darum, in die Tiefen des Internet vorzudringen, in dieses Bergwerk aus Datenströmen und Nichtigkeiten, einzig in der Hoffnung, etwas über mich und meine UNTAT ans Tageslicht zu holen, das von Wichtigkeit und Belang für mein Seelenleben sein könnte. Was ich bisher fand, macht mich leider kränker. Keine Worte, die sich ernsthaft mit dem Text auseinandersetzen. Es scheint mir ein Buch gelungen, das die Leser-innen ins Chaos stürzt, das sie hilflos, das Hirn zu Brei geschlagen, zurücklässt. Sollte man hier gar von einem gelungenen terroristischen Akt auf dem Feld der Literatur sprechen, von einem Wortbombenattentat, einem Text, der dem, der sich ihm unbedarft nähert, um die Ohren fliegt, um die Innenohren sozusagen? So weit will ich nicht gehen, zumal meine Überlegungen durch Fieber und Schüttelfrost getrübt sein könnten. Vielleicht habe ich mich aber auch verlesen, vielleicht habe ich die Liebe, die ich von meinen Lesern gewöhnt bin, überlesen, eben weil dies nicht die Stunde ist, die man GOOGLE anvertrauen sollte, sondern einer erfahrenen ärztlichen Hand.
Soeben, dies sei Ihnen nicht unterschlagen, erfuhr ich von einer ersten Übersetzung ins Marsianische, die in einigen Wochen bei Brad&Bury erscheinen wird.
Guten Morgen, Welt!





